Sehenswürdigkeiten in Schlesien - Ausflugsziele in Niederschlesien

Schlesien hält eine ganze Reihe von interessanten Sehenswürdigkeiten und Ausflugszielen für Ihren Urlaub bereit. Entdecken Sie naheliegende Bauwerke wie die Wasserschloß Ruine in Penkendorf oder die Klosteranlage in Würben bei einem Spaziergang oder erkunden Sie weiter entfernete Ziele wie die historische Altstadt von Breslau oder das Schlesische Burgenland bei Tagesausflügen durch das wunderschöne Niederschlesien.

Ausflugsziele in Schlesien Sehenswürdigkeiten in Niederschlesien
 

Sehenswertes in Penkendorf & Umgebung: Wasserschloß, Kloster, Kirche in Würben

Natürlich kann man auch an der Wasserschloß-Ruine in Penkendorf bei einsetzender Dunkelheit mit Kindern hervorragend „Geister“ spielen. Ich selbst habe es schon gemacht, und die Kinder waren begeistert. Wir hängen uns dann immer weiße Bettlaken um. „Der Penkendurwer Weistritz-Blues“ wurde von mir getextet und vertont.

Würben ist das Nachbardorf von Penkendorf, knapp 3 km westlich von Letzterem gelegen. Die Kirche St. Maria mit dem Altarbild des berühmten Kirchenmalers Michael Willmann ist ein Priorat des Klosters Grüssau und ein Beispiel spätromanischer Baukunst in Schlesien.

Im Kirchenkeller fanden wir Unterschlupf gegen Ende des Krieges immer dann, wenn Fliegeralarm gegeben wurde (Schlüssel zum Kirchenkeller bei Jurek). Neben der Kirche links befindet sich der Klosterhof und die Kloster Ruine der ehemaligen Zisterzienser-Mönche. Wer sich die Zeit nimmt, auch im nach unten angrenzenden Park ein wenig umherzuschlendern, ahnt die einstige Pracht und Größe. In der Nähe die im 30-jährigen Kriege 1633 von den Schweden angelegte Würbenschanze mit prächtiger Aussicht auf den Zobten.

Fahrt ins schlesische Burgenland (von Penkendorf ca. 40 km) Bolkoburg, Schweinhausburg und Burgruine Nimmersath

Bilder sehenswerte Gebäude Niederschlesien - Glashütte, Hampelbaude, Siegeshöhe

Ausflüge in die Umgebung Penkendorf - Ausflugsziele in Schlesien

Fahrt auf den Kreuzberg bei Striegau (von Penkendorf ca. 23 km)
In der Pilgramshainer Straße lassen wir das Auto stehen und laufen ca. 10 Min. zum Kreuzberg hinauf. Oben herrliche Rundsicht auf die schlesischen Berge, bei klarem Himmel sogar bis zur Schneekoppe und dem ganzen Riesengebirge. Sehenswert auch das Portal am Striegauer Dom.

Kohlegrube in Waldenburg ( von Penkendorf ca. 27 km )
In Waldenburg gibt es eine Führung durch den stillgelegten Schacht einer Kohlegrube. Die Führung dauert ca. 1 ½ Stunden. Dabei kann man erahnen, welche Knochenarbeit Bergleute leisten müssen.

Botanischer Garten mit einem Palmenhaus in Liebichau ( von Penkendorf ca. 26 km )
Unweit von Waldenburg, in Liebichau befindet sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite von der Zufahrt zum Schloß Fürstenstein ein Botanischer Garten mit einem Palmenhaus, wo man sich auch bei schlechtem Wetter angenehm aufhalten kann und dabei sicher einiges Wissenswerte über Botanik erfährt.

Die Bobertalsperre bei Mauer ( von Penkendorf ca. 75 km )
besitzt einen Stauraum von 50 Millionen Kubikmetern Wasser und erzeugt eine Jahresleistung von 20 Millionen Kilowatt. Die Staumauer ist 60 m hoch und 280 m lang.

Sehenswürdigkeiten entdecken bei einem Spaziergang durch Penkendorf

Wenn Sie aus dem Grundstück heraustreten und beim Transformatorhäuschen gleich links die Anhöhe hinaufgehen, kommen Sie zur ehemaligen Schäferei, die ein gewiss nicht armer Pole vor ein paar Jahren gekauft und dort seine Prunkvilla mit wer weiß wieviel Hektar Garten gebaut hat. Allein die Umzäunung des Grundstückes ist schon bestaunenswert.

Und dann öffnet sich plötzlich das Land mit dem herrlichen Blick zum Zobten. Wir gehen zurück und erkennen in der Ferne die beiden Türme der Kirche von Würben. Bis zum Dorfende Richtung Nitschendorf kommen wir links an der Muttergottes-Statue vorbei, dem Sportplatz, dem Kaufladen und dem Feuerwehr-Gerätehaus, vor dem im Freien ein altes deutsches Feuerwehr-Auto (wohl aus den 30-er Jahren) steht, das Kinder zum Spielen einlädt.

Ein paar 100 Meter weiter öffnet sich dann wieder die Landschaft, wo man in der Ferne den Kirchturm von Schweidnitz sieht. Am Eingang zum Dominium steht ein alter Bildstock, leider ohne Marienfigur mehr, der aus dem 13. Jh. stammen und somit der älteste von ganz Niederschlesien sein soll. Hierzu lesen wir in der Chronik von Penkendorf von Dr.Radler „Obwohl Penkendorf überwiegend von Evangelischen bewohnt war, denen die Marienverehrung ja nicht so nahe liegt wie den Katholischen, war der Bildstock immer geschmückt. Man konnte vorbeigehen, wann man wollte, stets lagen einige Blumen oder ein Blumenstrauß im Kästchen. Ein alter Aberglaube knüpfte sich an den Andachtsstock. Es hieß, daß derjenige, der daran stoße, bald tödlich verunglücke; daher hüteten sich die Fuhrleute, die täglich zum Gutshof hineinfuhren, sorgfältig davor, mit der Deichsel oder mit dem Handpferd an den Bildstock zu stoßen.

Penkendorf verdankt seinen Namen dem Gründer des Dorfes, einem Angehörigen der Adelsfamilie von Banke, der um 1350 gelebt hat.
Wandert man weiter an das andere Ende des Dorfes Richtung Schmellwitz, so gelangt man über die linker Hand liegenden Finkenberge wieder zu der Hochebene, von der aus man noch einmal einen atemberaubenden Rundblick genießen kann auf den Zobten, das Eulengebirge, die Sudetenkette und in der Ferne die Schneekoppe.