Burgen in Schlesien - Kynsburg im Weistritztal & Festung Silberberg

Die Kynsburg über dem Weistritztal (von Penkendorf ca. 19 km):
Gegründet um 1278, ist die Burg von Sagen umwoben. Ein Schatz soll in der Burg verborgen sein. Viele Kinder haben schon danach gesucht. In einem Pfeiler der Burg soll einst ein schwedischer Oberst ein goldenes Eselfüllen gefunden haben mit der Aufschrift: „Gold ist mein Futter, nicht weit hiervon steht meine Mutter.“
Der schlesische Heimatschriftsteller Paul Keller hat mit seinem Roman „Waldwinter“, der 1934 auch auf dieser Burg verfilmt wurde, der Kynsburg ein bleibendes Denkmal gesetzt. Vom Bergfried hat man einen phantastischen Ausblick auf die Berge des Weistritztals. Sagen von der Kynsburg sind beim Hausherrn erhältlich.

Die Festung Silberberg ( von Penkendorf ca. 45 km )
wurde von Friedrich dem Großen 1765-1777 erbaut und zum Teil in den Felsen gehauen. Obwohl sie 1867 aufgegeben und geschleift wurde, lohnt sich auch heutzutage noch immer ein Besuch. Der Donjon ist eine französische Bezeichnung für den Bergfried, also den befestigten Haupt- und Wohnturm einer Burg , und bedeutet eigentlich „Herrenturm“. 1807 wurde die Festung erfolgreich verteidigt gegen Franzosen, Bayern und Württemberger.

Burgen in Schlesien
 

Schlesisches Burgenland mit Bolkoburg und Burgruine Nimmersatt

Schlesisches Burgenland (von Penkendorf ca. 40 km)
Bolkoburg, Schweinhausburg und Burgruine Nimmersath:

a) die Bolkoburg oberhalb von Bolkenhain wurde 1239 erbaut. Nach dem Ersten Weltkriege wurde der Burgzwinger zu einer Freilichtbühne ausgebaut. Von hier aus herrliche Rundsicht auf die schlesischen Berge.
b) die Schweinhausburg, nur 2 km von der Bolkoburg entfernt.
Bekanntester Burgherr war der Ritter Hans von Schweinichen, weltberühmt wegen seiner Trinkfestigkeit. Dazu gibt es ein lustiges Ritterlied „ Der Ritter Hans von Schweinichen“. Falls Sie neugierig sind auf dieses Lied, dann lassen Sie dies bitte den Hausherren wissen.
c) die Burgruine Nimmersatt, 8 km von Bolkenhain entfernt, zwischen Vogelherd und Ketschdorf gelegen. Der Schlüssel für den Zugang zur Burgruine ist in dem nahegelegenen Wohnhaus erhältlich. Wildromantisch! Sagen über alle 3 Burgen sind beim Hausherrn erhältlich.Die Gröditzburg ( von Penkendorf ca.68 km )
liegt unweit von Goldberg am Fuße des Bober-Katzbach-Gebirges. Als nach dem II.Weltkriege die Burganlage immer mehr verfiel, wurde sie 1960-1962 wieder restauriert, und heute beherbergt sie ein Museum.

Bilder Schweinhausburg Bolkenhein, Mausoleum Krieblowitz, Blick auf Kynastburg

Sehenswerte Burgen in der weiteren Umgebung

Die Burgruine Lehnhaus, Krs.Löwenberg (von Penkendorf ca.85 km)
war einstmals eine große Burg. Hier am Burgberg wohnte zeitweise die Hl. Hedwig mit ihrem Mann, Heinrich I. Dieser soll 1214 die Stadt Lähn gegründet haben, die zu Füßen der Burg im Bobertal liegt und besiedelt wurde mit Wollwebern und Tuchmachern aus den Niederlanden. Die Hl. Hedwig sammelte hier Heilkräuter und lief oft barfuß hinab ins Tal zur Nikolauskirche. Zurück lief sie dann den kürzeren, aber steilen Weg zur Burg, der noch heute „Hedwigssteig“ heißt.

Die Burgruine Greiffenstein ( von Penkendorf ca.95 km )
wurde im Mittelalter unter dem Burggrafen Wolf v. Romke sehr bald zu einer Raubritterburg. Dieser trieb es mit seinen Räubereien so schlimm, daß die Bürger von Greiffenberg im Jahre 1399 den Ritter auf seiner eigenen Burg gefangen nahmen und enthaupteten. 1511 ging die Burg dann in den Besitz derer von Schaffgotsch über. Einer ihrer Nachkommen, Hans Ulrich von Schaffgotsch, war ein Anhänger Wallensteins und wurde 1635 in Regensburg enthauptet. Eine sehr interessante Sage verbindet sich mit dieser Burg und ist beim Hausherren erhältlich.

Die Burg Tzschocha ( von Penkendorf ca. 98 km )
ist deswegen äußerst interessant, weil sie alle Kriege unbeschadet überstanden hat und auch noch heute instandgehalten wird. Es gibt dort einen Hotelbetrieb, und auch Schauräume kann man besichtigen.

Die Burg Schwerta (von Penkendorf ca. 96 km )
ist regelrecht dem Verfall preisgegeben. Sie soll aber bis 1945 ( wie auch das Wasserschloß in Penkendorf ) noch bewohnt gewesen sein. Danach wurden ihre Steine als Baumaterial für die umliegenden Häuser verwendet. Fragt man die Polen, wer das wohl getan haben mag, dann bekommt man häufig zur Antwort: „Das waren nicht wir, das waren die Russen.“