Studentenreisen nach Polen und Jugendreisen nach Breslau / Schlesien

Goldberg ( von Penkendorf ca.63 km )
ist die Stadt, wo schon im 11./12. Jahrhundert Goldvorkommen entdeckt wurden. Goldsucher wuschen damals das wertvolle Edelmetall aus dem Sand der Katzbach heraus. Im 13.Jh. wurde das Gold dann sogar im Bergbau abgebaut. Interessant sind der Schmiedeturm und die Marienkirche, an deren Südeingang sich ein Gedenkstein befindet für den großen Schulreformer Valentin Trotzendorf. In seiner Lateinschule in Goldberg richtete er sogar eine Schüler-Selbstverwaltung ein und einen Schülermagistrat. Aus Böhmen, Polen und Ungarn kamen Schüler hierher, und später war kein Geringerer als Albrecht von Wallenstein ein Schüler in seiner Anstalt. Interessant sind weiterhin das Rathaus, der Delphinbrunnen, der Bergknappenbrunnen und das ehemalige Franziskanerkloster mit der Hedwigskirche.

Studentenreisen Schlesien Schloss Fürstenstein
 

Studenten erkunden Denkmäler in Schlesien und Polen

Das Blücherschloß in Krieblowitz bei Breslau ( von Penkendorf ca. 28 km )
In den 90-er Jahren des 20. Jahrhunderts konnte ein Nachfahre des Generalfeldmarschalls von Blücher, welcher auf den Cook-Inseln lebte, das völlig verwahrloste Schloß kaufen, ließ es mit viel Aufwand restaurieren und baute es zum Hotel aus. Blücher hatte in der Neujahrsnacht 1813 die Franzosen unterhalb der Burg Kaub bei Koblenz über den zugefrorenen Rhein gejagt und bekam für diese Heldentat vom Preußenkönig eine hohe Dotation, mit deren Hilfe er die Herrschaft Krieblowitz samt Schloß kaufen konnte. Dort ist er dann 1819 gestorben. Blücher ist und bleibt für mich immer ein Vorbild, denn immer dann, wenn es nicht mehr weiterzugehen schien, raffte er sich trotzdem erneut auf und kämpfte. Als 74-Jähriger(!) erlitt er in der Schlacht von Ligny in Belgien eine Niederlage und wurde am Bein verwundet. Doch schon 2 Tage später(!) kämpfte er erneut bei Waterloo und jagte den Kriegsverbrecher Napoleon endgültig zum Teufel. Die Engländer hatten schon sehnsüchtigst auf Blücher gewartet. Von deren Heerführer Wellington stammt der Satz,den er vor der alles entscheidenden Schlacht sprach: “Ich wollte, es wäre Nacht, oder die Preußen kämen.“
In ein paar 100 Metern vom Schloß Krieblowitz entfernt befindet sich das Blücher-Mausoleum, welches die Russen im Februar 1945 geschändet haben. Mit dem Schädel des Fürsten von Blücher spielten unsere „Befreier“ Kegel. Für die „Befreiung“ hat sich die Bundeskanzlerin Merkel anläßlich eines Staatsbesuches in Moskau noch bedankt.
Bücher über Blücher gibt es im Buchhandel, so z.B. auch beim Verlag „Der Schlesier“, (Tel.: 04384/59700).

Sprachreisen für Jugendliche und Studenten nach Polen

Die Wahlstatt bei Liegnitz (von Penkendorf ca. 45 km )
ist die Stätte, wo am 9. April 1241 Herzog Heinrich II., der Sohn der Heiligen Hedwig, sich dem Mongolenheer des Dschingis Khan entgegenstellte und fiel. Trotzdem zogen sich die Mongolen zurück, was von den Schlesiern dann als Sieg für das deutsche Heer angesehen wurde. Die Schlacht muß ein furchtbares Gemetzel gewesen sein. Um die nur schwer überschaubare Anzahl an Toten zählen zu können, soll der Anführer der Mongolen befohlen haben, den deutschen Gefallenen die Ohren abzuschneiden und in Säcken zu sammeln, damit man dann mit dem Zählen beginnen könne. Hier baute 1723 der berühmte Baumeister Kilian Ignatz Dientzenhofer eine prachtvolle Barock-Kirche mit Klosteranlage. Das Innere der Kirche, die der Heiligen Hedwig gewidmet ist, wurde mit Fresken durch Cosmas Damian Asam ausgestattet, der in einem Deckengemälde auch sich selbst porträtiert hat. Die Fresken wurden noch nie restauriert und sehen aus, als wären sie gestern erst gemalt worden. Grund: beim Bau der Kirche wurden in den Boden Bleiplatten verlegt, wodurch kein Wasser die Wände hochsteigen kann. In der Nähe der Kirche befindet sich das Museum, in dem man einiges Interessante über die Schlacht erfährt.

Bei Wüstewaltersdorf gibt es eine Felsenhöhle, die in der Hitlerzeit angelegt wurde, aber nicht mehr fertig gebaut werden konnte und für die es jetzt sehr interessante Führungen gibt. Der Bau war damals streng geheim und sein Geheimcode war „Unternehmen Riese“.

Das „Haus Wiesenstein“ des Literatur-Nobelpreisträgers (1912 ) Gerhart Hauptmann in Agnetendorf ist ein Muß, damit man erfahren kann, wie der Dichter gelebt hat.