Kulturreisen und Kultururlaub in Schlesien

Marktplatz mit Rathaus und Kaufmannsmuseum in Schweidnitz
Der Marktplatz (in Schlesien „Ring“ genannt, angeblich aus dem Polnischen „Rynek“, also Markt, entlehnt) mit dem Rathaus. Im Rathaus befindet sich ein Kaufmannsmuseum, das viele interessante Erinnerungsstücke der hier beheimateten Deutschen vor deren Vertreibung zeigt. In einem extra Raum kann man die Festungsstadt Schweidnitz zur Zeit Friedrichs des Großen bestaunen.

Eisenbahnmuseum in Königszelt
Das Eisenbahnmuseum in Königszelt (von Penkendorf ca.7 km, über Teichenau, Bunzelwitz) Der Leiter des Eisenbahnmuseums heißt Siegfried Grüßgott und spricht kein Wort Deutsch.

Rathaus in Brieg ( von Penkendorf ca. 88 km )
In Brieg ist das Rathaus interessant mit dem „Rats-Sessions-Saal“ im spätbarock-rokokohaften Stil sowie der prächtige Torbau des Renaissance-Schlosses.

Festung in Glatz ( von Penkendorf ca. 65 km )
besticht vor allem durch seine Festung und die kathol. Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt mit ihrer üppigen barocken Innenausstattung. Bedeutendster Gefangener in der Festung war von 1745-1747 der Freiherr Friedrich von der Trenck, ein Ordonanzoffizier Friedrichs des Großen. Er konnte fliehen, wurde aber in der Festung Magdeburg erneut gefangengenommen und 9 Jahre später auf die Fürsprache Maria Theresias freigelassen. 1794 ließ ihn Robespierre in Paris durch das Schafott hinrichten. Friedrich der Große hatte ihn beschuldigt,ein Liebesverhältnis zu Amalie, der Schwester des Preußenkönigs, gehabt zu haben. Der Beschuldigte war ein Cousin von Trenck, dem Panduren-Oberst.

Kultururlaub in Schlesien Draisinefahrt
 

Kulturdenkmäler in Schlesien - historische Gebäude und Bauwerke

Liebfrauenkirche und Renaissance-Bauten Schloss Liegnitz (von Penkendorf ca. 52 km )
ist bekannt wegen seines Piasten-Schlosses, der Renaissance-Bauten Haus „Wachtelkorb“ und „Heringsbuden“ (das sind 8 schmale Giebelhäuschen auf dem Ring ), der Liebfrauenkirche, der Kirche St. Peter und Paul (deren Inneres der Breslauer Elisabethkirche ähnlich ist ), der Pfarrkirche St. Johannes ( Ähnlichkeit mit Kloster Banz ) und der Kaiser-Friedrich-Gedächtniskirche. In deren Innerem wird an die Kriege von 1864 und 1866 erinnert.

Rathaus und Brüderkirche in Neurode ( von Penkendorf ca. 45 km )
liegt am Fuße des Eulengebirges und hat ein wunderschönes Rathaus. Interessant sind die Mariä Himmelfahrt und die Hl. Kreuzkirche. Neurode wurde durch den Krieg nicht zerstört.

Schloßruine, Hedwigskirche, Dominikanerkloster und Annakirche in Frankenstein ( von Penkendorf ca.43 km )
Frankenstein wird auch „das schlesische Pisa“ genannt, wegen seines schiefen Glockenturmes an der Pfarrkirche St. Anna. Von Interesse sind weiterhin das neugotische Rathaus von 1864, die Schloßruine, die barocke Hedwigskirche im Ortsteil Zadel, das ehemalige Pensionatsstift „Maria Hilf“, das heute als Schule Verwendung findet, sowie das ehemalige Dominikanerkloster.

Kriegsschauplätze und historische Schlachten in Schlesien

Die Siegeshöhe auf dem Galgenberg bei Hohenfriedeberg (von Penkendorf ca. 28 km ) ist etwas für geschichtlich Interessierte, doch nicht gerade leicht zu finden. Der Preußenkönig Friedrich der Große schlug hier am 4. Juni 1745 mit seinem Heer von 58000 Mann das Heer der Kaiserin Maria Theresia mit 70000 Mann. Der Krieg begann im Morgengrauen gegen 3:30 Uhr und war gegen 9:30 Uhr beendet. Der König hatte sich im Schloß des Grafen von Hochberg zu Rohnstock einquartiert und soll dort den „Hohenfriedeberger Marsch“ komponiert haben, dessen Motiv bis 1945 das Pausenzeichen des Reichssenders Breslau war. Genaueste Beschreibungen aller Schlachten Friedrichs des Großen und auch der Erlebnisbericht eines damaligen Zeitzeugen über die Schlacht bei Hohenfriedeberg sind beim Hausherrn erhältlich.

Weitere Kriegsschauplätze aus der Zeit Friedrichs des Großen.
b) Die Schlacht von Leuthen Krs. Neumarkt (von Penkendorf ca. 45 km), am 5. 12. 1757. Von hier stammt der Kinderreim: „ Der Hauptmann von Leuthen befahl seinen Leuten, nicht eher zu läuten, bis der Hauptmann von Leuthen seinen Leuten das Läuten erlaubt.“ Diese Schlacht ist wegen der sog. schiefen Schlachtordnung militärhistorisch in die Geschichte eingegangen. c) Mollwitz (von Penkendorf ca. 85 km) Krs. Brieg, am 10.4.1741
d) Breslau ( von Penkendorf ca. 45 km) am 22.11.1757 im Siebenjährigen Krieg, Niederlage an der Lohe.
e) Liegnitz ( von Penkendorf ca. 52 km) am 15.8.1760
f) und das Lager bei Bunzelwitz ( von Penkendorf nur ca. 4 km Luftlinie) vom 20.8. – 25.9.1761

Unweit von Liegnitz gibt es außer dem Mongolen-Schlachtfeld von der Wahlstatt von 1241 und dem Schlachtfeld Friedrichs des Großen von 1760 noch ein drittes Schlachtfeld und zwar das an der Katzbach,wo am 26. August 1813 der große Feldherr Blücher das napoleonische Heer bei strömendem Regen angriff und in die wütende Neiße jagte.Das Schlachtfeld liegt zwischen Bellwitzhof und Eichholz. 12000 Franzosen fanden den Tod, und 18000 kamen in Gefangenschaft. Hundert Jahre später sangen die Schlesier in ihrem Lied „O, Du Heimat, lieb und traut“ eine Zusatzstrophe:
„Wo die Katzbach schäumend braust,
wo einst Blüchers Heldenfaust,
als der Freiheitskrieg entbrannt,
arge Schmach in Sieg verwandt,
da bist Du, mein Schlesierland .“